
Bis eine Endometriose erkannt wird, vergehen oft Jahre. Jahre, in denen Frauen hören, starke Regelschmerzen gehörten eben dazu. Bei mir beginnt die Abklärung bei Ihrer Schilderung, nicht bei der Frage, ob sie stimmt: Ihre Schmerzen sind der erste Befund – und ich suche so lange weiter, bis wir eine Ursache und einen Weg haben.
Endometriose bedeutet, dass Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, auch außerhalb der Gebärmutter wächst – am Bauchfell, an den Eierstöcken, an Blase oder Darm. Dieses Gewebe reagiert auf Ihren Zyklus: Es blutet mit, kann sich entzünden, vernarben und Organe miteinander verkleben. Deshalb sind die Beschwerden so verschieden – und deshalb sagt die Stärke der Schmerzen nichts darüber aus, wie ausgedehnt die Erkrankung ist.
Typisch sind starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Sex, beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang, Beschwerden auch zwischen den Blutungen, anhaltende Erschöpfung und ein unerfüllter Kinderwunsch. Manche Frauen haben alles davon, andere nur einen einzigen Hinweis. Etwa jede zehnte Frau ist betroffen – Endometriose ist keine Seltenheit, sie wird nur selten früh erkannt.
Über 10 Jahre habe ich in einem zertifizierten Endometriosezentrum gearbeitet, zuletzt als Oberärztin. Endometriose war dort kein Sonderfall, sondern täglicher Alltag – ich weiß, worauf im Ultraschall zu achten ist, welche Fragen im Gespräch die entscheidenden sind und wann sich eine weitere Abklärung wirklich lohnt. Diese Erfahrung bringe ich in meine Praxis mit.
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Beides kann sich gleich anfühlen. Der Unterschied liegt darin, ob wir die Ursache schon kennen – oder sie erst suchen.
Eine benennbare Ursache: Gewebe, das auf Ihren Zyklus reagiert, wächst außerhalb der Gebärmutter. Der Verdacht lässt sich eingrenzen, der Verlauf einschätzen – und daraus ergibt sich ein Weg, den wir gemeinsam festlegen.
Ein Beschwerdebild, noch keine Diagnose: Schmerzen, die länger als sechs Monate bleiben – zyklusabhängig oder völlig unabhängig davon. Dahinter können Myome stecken, Verwachsungen nach einer Operation, wiederkehrende Entzündungen oder Beschwerden von Darm und Blase. Hier steht die Ursachensuche am Anfang, nicht die Behandlung.
Ausführliches Gespräch über Verlauf, Zyklus und Schmerzcharakter, gynäkologische Untersuchung und hochauflösender Ultraschall. Ich frage auch danach, was im Alltag nicht mehr geht. Steht die Diagnose, sage ich Ihnen, welcher Weg aus meiner Sicht der richtige ist: konservativ behandeln oder operieren lassen – und warum.
Sie haben Befunde, die Ihnen niemand erklärt hat, oder wurden bereits operiert? Ich ordne Ihre Unterlagen ein und übernehme die weitere Betreuung – auch wenn die Operation woanders stattgefunden hat.
Wenn keine Operation nötig ist oder Sie sie vermeiden möchten: hormonelle Therapie, Schmerzbehandlung und begleitende Maßnahmen, abgestimmt auf Ihre Lebensphase und einen möglichen Kinderwunsch.
»Zu viele Frauen hören jahrelang, das sei eben so. Diesen Satz werden Sie bei mir nicht hören.«
Endometriose verläuft bei jeder Frau anders und verändert sich über die Jahre. Deshalb ist meine erste Frage nie, was Sie haben – sondern was Sie davon spüren.
Woran erkenne ich, dass meine Regelschmerzen nicht mehr normal sind?
Wenn die üblichen Schmerzmittel nicht mehr reichen, wenn Sie Termine oder Arbeitstage absagen müssen oder wenn die Schmerzen über die Blutung hinaus anhalten – dann gehört das abgeklärt. Wie viel Schmerz jemand aushält, sagt nichts darüber aus, wie viel Schmerz normal ist.
Sieht man Endometriose im Ultraschall?
Teilweise. Zysten an den Eierstöcken und tiefer sitzende Herde lassen sich oft darstellen, oberflächliche Herde am Bauchfell dagegen nicht. Deshalb sage ich Ihnen immer dazu, was ein unauffälliger Ultraschall bedeutet – und was er gerade nicht ausschließt.
Brauche ich für die Diagnose zwingend eine Bauchspiegelung?
Nicht in jedem Fall. Aus Beschwerdebild, Untersuchung und Ultraschall lässt sich häufig schon ein begründeter Verdacht stellen, mit dem sich behandeln lässt. Endgültige Sicherheit bringt nur die Bauchspiegelung – ob und wann dieser Schritt sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam.
Führen Sie die Operation selbst durch?
Nein. In meiner Praxis liegt der Schwerpunkt auf Abklärung, konservativer Therapie und Nachsorge. Wenn eine Operation der richtige Weg ist, sage ich Ihnen das klar und bereite Sie darauf vor – die Betreuung danach übernehme ich wieder.
Kann ich mit Endometriose schwanger werden?
Viele Frauen mit Endometriose werden schwanger, manche brauchen dabei Unterstützung und andere gar keine. Wichtig ist, einen Kinderwunsch früh anzusprechen: Er beeinflusst, welche Therapie infrage kommt und wie zügig wir vorgehen sollten.
Was kostet die Abklärung?
Meine Praxis ist eine Privatpraxis, die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Was auf Sie zukommt, bespreche ich vor jeder Untersuchung mit Ihnen – Sie sollen keine Rechnung bekommen, mit der Sie nicht gerechnet haben.
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Ein persönliches Erstgespräch in meiner Privatpraxis in Düsseldorf. Ich nehme mir die Zeit für Ihre Fragen: zu Behandlungen, Abläufen und Kosten.
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